Bevor man sich für einen Setter entscheidet, sollte man folgendes überdenken:

Ein Setter ist und bleibt ein Jagdhund. Das bedeutet, er hat rassetypische Bedürfnisse: Er braucht regelmässig, am besten täglich, Freilauf (bei jedem Wetter!), will schwimmen, lernen und gefordert werden. Sein angeborenes Jagdverhalten muss von Anfang an durch eine sehr konsequente Erziehung kontrolliert werden. ("Konsequenz" ist dabei nicht mit "Härte" zu verwechseln, das nimmt ein Setter leicht übel.) Da Zäune nicht immer sofort eine akzeptierte Grenze für Setter darstellen, ist es ratsam eine Hundehalterhaftpflicht abzuschliessen. Das kann auch nützlich sein, wenn ein Setter einen Fremden zu freundlich begrüsst, also setterlike anspringt und beschmutzt.

Ein Setter ist sehr sensibel. Er braucht Ansprache und die Nähe seines Rudels/seiner Familie und ist daher absolut ungeeignet für Zwingerhaltung. In der Wohnung ist er, bei artgerechter Haltung, ein unauffälliger, geselliger, anhänglicher Kamerad. Als Wachhund ist er nur bedingt tauglich.

Ein Setter gehört zu den Grosshunderassen. Dadurch fällt er in einigen Bundesländern unter die Landeshundeverordnung, das kann Konsequenzen haben ( z.B.: Chippflicht, Leinenzwang, Wesenstest, evtl. höhere Hundesteuer). Ausserdem kommt er im Haus natürlich leichter an den Tisch oder auf das Sofa, als Kleinrassen und hat einen grösseren Futterbedarf. Da er Fell besitzt, mit zunehmendem Alter meist längeres, verliert er dies auch (mindestens 2 Mal im Jahr) beim Fellwechsel und kann Allergien auslösen. Er muss auch ab und zu gekämmt werden.

Ein Setter hat eine Lebenserwartung von 15 Jahren, die er natürlich gerne ohne Halterwechsel verbringen möchte. Um ihm diese Lebenserwartung angenehm zu gestalten sollte er mindestens 1 Mal im Jahr dem Tierarzt vorgestellt, gründlich untersucht und geimpft werden. Eine Röntgenuntersuchung auf HD (Hüftgelenksdysplasie) sollte etwa mit 18 Monaten erfolgen, danach kann entschieden werden, ob sich der Setter zum Radfahren eignet, oder eher nicht!

     
Wichtiges zum Welpenkauf
(hab ich im Netz gefunden)   kann um folgendes ergänzt werden:
Welpen kauft man nur beim Züchter!

Sehen Sie sich die Mutter und die Geschwister an.
Nach Möglichkeit auch den Vater und ältere Zuchthündinnen. Die sagen viel über den Züchter aus.
Achten Sie auf Sauberkeit und Ordnung im Zwinger.
Übliche Verschmutzungen gibt es bei Welpen immer, man erkennt aber schon, ob die Welpen fürsorglich betreut und versorgt werden.
Die Welpen müssen mehrfach entwurmt und gegen Staupe, Hepatitis, Leptospirose und Parvovirose (SHLP) geimpft sein. Zum Welpen gehört der internationale Impfpaß.
Auf Wunsch werden unsere Welpen zusätzlich mit einem Microchip versehen. Tätowiert sind sie alle, damit sie jeder sofort eindeutig identifizieren kann.
Welpen erhalten noch täglich 4 - 5 kleine Mahlzeiten. Fragen Sie den Züchter, was er füttert.
Bei den heutigen industriell hergestellten Futtersorten ist eine zusätzliche Versorgung mit Vitaminen und Mineralstoffen nicht nötig und u.U. schädlich!

Futterzeiten sind auch sehr wichtig, daran ist der Welpe gewöhnt. Günstig ist es auch, Futter für die ersten Tage mitzubekommen, falls es das Futter in ihrer näheren Umgebung nicht gibt, oder sie es nicht sofort finden.

Unsere Welpen werden zusätzlich an frisches Obst und Gemüse gewöhnt. Das schadet nie und kann bei Erkrankungen (Magen/Darm) sehr hilfreich sein. (Aber: Nicht jedes Obst/Gemüse ist geeignet!)
Mit der Erziehung des Welpen muß sofort begonnen werden. Sauberkeit und Grundgehorsam stehen im Vordergrund.
Ein Welpe sollte auf jeden Fall schon auf seinen Namen reagieren und einfache Befehle wie "komm" und "sitzt" kennen.
Welpen können nicht alleine bleiben. Wer also halb- oder ganztags arbeitet, sollte keinen Welpen kaufen.
Man sollte sich und dem Tier den gefallen tun, die erste Zeit ständig bei dem Welpen zu sein. Dadurch wird er auch schneller "stubenrein" und entwickelt eine bessere Bindung zu seinem Menschen.
Tägliches Spielen ist für die Entwicklung der Welpen von außerordentlicher Bedeutung.
Dabei reicht es nicht aus, wenn der Welpe nur mit Menschen spielt. Es sollte auch für ausreichend Kontakt zu Artgenossen gesorgt werden. Das müssen auch nicht zwingend Welpen sein.
Für ausgedehnte Wanderungen ist ein Welpe noch ungeeignet. Dreimal 20 Minuten Ausgang reicht aus.
Je nach Alter muss ein Welpe natürlich öfter vor die Tür! Man sollte ihn aber dabei nicht überfordern, er ist schliesslich noch ein Baby; und wenn man einem Welpen zuviel Kondition antrainiert, hat man später mit einem ausgewachsenen Hund ein Problem!